Zeit haben

Ich habe nun die grosse Freiheit, selbst zu bestimmen wann was gemacht wird. Die Verlangsamung des Lebens entsteht hier von selber. Eins ums andere nehmen können, die Eigenverantwortung wird automatisch gefördert. In einer Gesamtarbeit (Renovation eines Häuschens) gibt es grosse Arbeiten, welche aus vielen kleinen Arbeiten bestehen, welche nicht so Spass machen. Eine Wand zu gestalten ist cool, voll kreativ! Doch die kleinen Vorbereitungen sind nicht so toll. Abkleben, auslegen, Wand putzen, Pinsel auswaschen. Alles was auch Zeit und Energie braucht. Hier merke ich, wie ich lerne, in der Selbstverantwortung auch diesen kleinen Teilarbeiten grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Das wiederum fördert das Im-Moment-leben, die Achtsamkeit für den Moment. Hier geht nichts schnell, schnell, es zahlt sich nicht aus. Diese Sorgsamkeit befruchtet auch meine künstlerische Tätigkeit:


Beim Skizzieren ist es nicht gerade meine Stärke, technische Details zu erfassen oder Perspektiven zu erkennen. Doch weil ich geduldiges Arbeiten lerne, ringe ich mich auch hier durch „dranzubleiben“ Auch wenn es in den ersten Anläufen nicht klappt. Einen Karren abzeichnen: Muss ich den Karren mechanisch „verstehen“? Gibt es verschiedene Arten einen toten Gegenstand zu sehen? Was heisst, ein Objekt „erfasst zu haben“? Diese Erfahrungen kann ich nur machen wenn ich geduldig dran bleibe, Skizzen-Übungen mache und mich für die Sujets sensibilisiere.


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