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Metabolismus - Ateliertagebuch

 Ich widme mich den Linien auf eine neue Weise. Während meiner «Entspannungs-Zeichnen-Zeit» entstehen ruhige, klare Ein-Linien-Formen. Ich merke, wie gut sie mir tun. Sie wirken harmonisch und ausgleichend und erlauben mir, langsam zu arbeiten – in unzähligen Variationen. Ich kann nicht genug davon bekommen. Irgendwie bringen sie mein Inneres zum Klingen. Sie erinnern mich an Musik, an Schwingungen. Ich schliesse die Augen, setze den Stift aufs Papier und lasse ihn in einer einzigen Linie darüber gleiten. Aus ihren Kreuzungen entstehen neue Formen.  Die Figuren ergänze ich mit zarten Aquarellfarben, meist zweifarbig und reduziert. Wenig. Es entschleunigt. Es ist meditativ. Irgendwie erinnert es mich an Kandinsky. Wenn ich die entstandenen Karten betrachte, schwingt etwas in mir mit. Ich stelle mir diese Linienfiguren in gross vor – Gemälde von der Grösse eines Tisches. Nun entsteht ein «Vlies»: ein Stück schweres, handgewobenes Leinen. Darauf schöpfe ich eine Papiermasse aus ...

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