Ein Kleid für M
Wenn eine Kundin bei mir ein Kleid bestellt, beginnt der Prozess lange bevor ich den ersten Stich nähe. Sie liebt die Art, wie ich Stoffe gestalte: aus alten Textilien, handgefärbten Stoffstücken, aufgenähten Spitzenresten, kombiniert mit Handstickerei und Maschinenstickerei. Jedes Material trägt seine eigene Geschichte in sich – und gemeinsam dürfen daraus neue entstehen. Zu Beginn sprechen wir über die Grundform des Kleides. Sie soll ihrer Figur schmeicheln und gleichzeitig der Gestaltung genügend Raum geben. Meine Kundin wählt die Farben und erzählt mir, was sie sich wünscht – und auch, was nicht. In diesem Fall sind Grün, Blau und ein Hauch Orange gesetzt. Menschliche Figuren oder Schrift möchte sie nicht auf ihrem Kleid. Blumen, Tiere oder abstrakte Formen hingegen sind willkommen. Alles andere überlässt sie mir. Diese Freiheit ist für mich eine wichtige Voraussetzung. Ich muss intuitiv arbeiten können, Materialien kombinieren, ausprobieren, verwerfen und neue Ideen ent...




.jpeg)

.jpeg)